Cashback oder Payback – was ist der Unterschied?

Payback oder Cashback? Was ist der Unterschied und wie funktionieren die Systeme? Wir sagen es euch.
Payback oder Cashback
Cashback oder Payback – was ist besser?

Mit mehr als 27 Millionen Nutzern ist Payback die bekannteste Rabattkarte in Deutschland. Mittlerweile akzeptieren auch immer mehr Online Händler die Payback-Karte. Im Internet bekommt Payback mit der wachsenden Zahl von Cashback Portalen jedoch verstärkt Konkurrenz. Doch worin unterscheiden sich die Systeme und wo können Verbraucher beim Shopping mehr sparen? 

So funktioniert Cashback?

Cashback bedeutet wörtlich übersetzt „Geld zurück“. Dahinter steht ein einfaches Geschäftsmodell. Für jeden vermittelten Einkauf erhalten die Cashback-Portale vom Händler eine Provision. Davon geben Sie einen Teil an ihre Kunden weiter. Um den Cashback zu erhalten, meldest du dich zunächst bei einem der Portale an. Anschließend den gewünschten Shop aussuchen und über den entsprechenden Partner-Link zur Webseite des Händlers wechseln. 

Der Einkauf selbst erfolgt dann wie gewohnt. Wichtig dabei ist, dass Cookies von Drittanbietern im Browser zugelassen werden. Zudem darf kein Adblocker aktiviert sein, der Werbung blockiert. Viele Portale bieten eine spezielle Toolbar an, welcher dich beim Betreten einer Seite auf Cashbacks hinweist. 

Das Portal registriert den Einkauf zumeist innerhalb von wenigen Stunden. In einigen Fällen kann es auch mal bis zu drei Tagen dauern. Ist die Bezahlung erfolgt und der Artikel wurde nicht zurückgesendet, erhält der Cashback-Anbieter vom Shop eine abschließende Bestätigung und der Cashback wird abschließend gutgeschrieben. 

Unterschiede zu Payback

Auch wenn sich das Prinzip auf den ersten Blick ähnelt, steckt hinter Payback ein völlig anderes Geschäftsmodell. Das Unternehmen verdient sein Geld in erster Linie mit dem Verkauf von Kundendaten. Nach der Registrierung wird das Einkaufverhalten analysiert und personalisierte Werbung geschalten. Dazu zahlen die Partner von Payback eine Gebühr an das Unternehmen.

Für Nutzer liegt der größte Unterschied im Sammeln des Cashback. Bei Payback werden für jeden Einkauf Punkte gutgeschrieben. Diese können gegen später gegen Gutscheine eingetauscht oder in Geld umgerechnet und ausgezahlt werden. Wie das funktioniert, haben wir hier beschrieben.

Wo gibt es mehr Rabatt?

Was die Höhe der Rückzahlung betrifft, haben Cashback Portale klar die Nase vorn. Im besten Fall bekommst du mehr als 10 % des Kaufpreises wieder zurück. Bei einer Untersuchung durch die Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 06/2018) konnten vor allem Shoop und GETMORE mit einem hohen Cashback punkten. Spitzenreiter war GETMORE mit einer Rückzahlung von 12,06 %. Mit Payback lag der durchschnittliche Cashback beim Einkauf in Online-Shops dagegen lediglich bei 0,5 bis 1 % 

Die Höhe der Rückvergütung ist je nach Portal und Branche unterschiedlich. So gab es im Test bei Branchen mit einer geringen Gewinnspanne wie dem Elektronikhandel im Schnitt zwischen 1 und 3 % zurück. Für Kleidung oder Reisen sind bei den Cashback-Portalen dagegen häufig Rabatte von 6 % oder mehr drin. 

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Selbst bei ebay kann man Payback-Punkte sammeln

Wichtige Größe: die Zahl der Händler

Die besten Rabatte bringen nur wenig, wenn niemand mitmacht. Die Anzahl an verfügbaren Shops spielt beim Vergleich deshalb eine wichtige Rolle. Hier liegen die Cashback-Portale mittlerweile ebenfalls vorn. Bei den Marktführern kannst du zwischen Tausenden von Online Händlern wählen. Bei Shoop und GETMORE sind es beispielsweise über 2.000. Payback Punkte kannst du online bei etwas mehr als 600 Partnershops sammeln. Der Vorteil ist natürlich, dass auch viele Shops vor Ort Payback akzeptieren.

Passender Beitrag

Für die meisten Kunden noch wichtiger als die Menge der Shops, ist, wie viele umsatzstarke Online-Shops mit einer großen Auswahl an Artikeln am jeweiligen Cashback-Programm teilnehmen. Finanztest hat auch diesen Aspekt unter die Lupe genommen. Die Top-Platzierung geht auch in dieser Kategorie an den Cashback Anbieter Shoop. Bei 72 der 100 umsatzstärksten Onlineshops gibt es über Shoop einen Rabatt.  

Portale erheben weniger Daten

Für die Registrierung bei einem Cashback-Portal müssen nur sehr wenige Daten preisgegeben werden. In den meisten Fällen reicht die Angabe einer E-Mail-Adresse aus. Die Kontodaten für eine Auszahlung können jederzeit nachgereicht werden. Wie die Erfahrungen zeigen, fragt kein Anbieter mehr Daten ab als unbedingt nötig. Dagegen benötigt Payback die Anschrift des Kunden, um die Karte zusenden zu können. 

Die Furcht, von unzähligen Werbemails überflutet zu werden, ist ebenfalls unbegründet. Natürlich versuchen die Portale durch zielgerichtete Werbung den Umsatz anzukurbeln. Nutzer können den Versand von Werbemails in ihren persönlichen Einstellungen jedoch unterbinden. Hier einfach das Häkchen für die Zustimmung zum Versand entfernen. 

Fazit: Cashback und Payback ergänzen sich

Wer gerne online einkauft, kann mit Cashback Portalen deutlich mehr sparen. Insbesondere bei größeren Anschaffungen lohnt sich ein genauer Blick. Je nach Artikel zahlen die Anbieter mehr als 10 % der Kaufsumme wieder zurück. Die besten Sparmöglichkeiten haben Käufer, die sich gleich bei mehreren Portalen registrieren. Da können die viel beworbenen Punkte bei Payback nicht mithalten. Auch bei der Shop-Auswahl liegen Anbieter von Cashback deutlich vorn. Payback eignet sich jedoch sehr gut zur Ergänzung. Beim Einkauf im Supermarkt oder anderen Geschäften vor Ort lassen sich so nebenbei ein paar Cent sparen.

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